Zurück

Bremer KI-Unternehmen Synera erhält 35 Millionen Euro

Synera hat in einer Series-B-Runde unter Führung von Revaia 35 Millionen Euro eingesammelt, um seine KI-Plattform, die bereits von NASA, BMW, Airbus und weiteren Großkonzernen genutzt wird, international weiter auszubauen und den Ingenieurbereich durch sichere, KI-gestützte Automatisierung zu transformieren.

April 14, 2026

Bremen

Das Bremer Unternehmen Synera, das KI-Agenten zur Automatisierung industrieller Produktentwicklungsprozesse entwickelt, hat eine Series-B-Finanzierungsrunde über 35 Millionen Euro abgeschlossen. Die Runde wird von dem europäischen Wachstumsinvestor Revaia mit signifikanter Beteiligung des UVC Partners Wachstumsfonds angeführt. Auch Capgemini beteiligt sich über ISAI Cap Ventures. Zudem sind alle bestehenden Investoren der Series-A-Runde, darunter Spark, BMW iVentures, Venture Stars und Cherry Ventures erneut involviert. Das frische Kapital wird für den weiteren Ausbau der Produktentwicklung sowie die internationale Expansion eingesetzt.

Lösung für branchenweites KI-Umsetzungsproblem

Der Druck auf Industrieunternehmen steigt. Wachsender internationaler Wettbewerb zwingt Hersteller dazu, Produkte schneller und kostengünstiger zu entwickeln. Laut einer Gartner-Umfrage („Gartner CIO and Technology Executive Survey 2025”) planen 86 Prozent der Befragten aus der Fertigungsindustrie, ihre Investitionen in Generative KI (GenAI) im Jahr 2026 zu erhöhen. 86 Prozent von ihnen gehen davon aus, GenAI bis 2026 eingeführt zu haben, und 97 Prozent rechnen mit einer Einführung bis 2028. Trotz dieser steigenden Investitionen erreichen laut Angaben von CIOs und Technologieverantwortlichen aus der Fertigungsindustrie durchschnittlich nur 41 Prozent der KI- und GenAI-Prototypen die Produktion.

Diese Lücke verdeutlicht eine grundlegende Diskrepanz zwischen Investitionen in Künstliche Intelligenz und ihrer tatsächlichen Anwendung in der Praxis. Dadurch bleiben die Engineering-Workflows entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Anforderungsanalyse über Design, Simulation und Kalkulation bis hin zu Fertigbarkeit und Reporting – weiterhin manuell, isoliert und durch fragmentierte Altsysteme eingeschränkt.

KI-Agenten für die industrielle Produktentwicklung

Genau hier setzt Synera an: Die Plattform erlaubt Unternehmen, Teams von KI-Agenten im Engineering einzusetzen, die nicht nur unterstützen, sondern komplexe Workflows entlang des gesamten Produktlebenszyklus autonom ausführen. Dabei vernetzen sie bestehende CAx-Tools, Daten, Wissen und Prozesse zu einem einheitlichen, orchestrierten System.

Im Gegensatz zu Lösungen, die den Austausch bestehender Infrastruktur erfordern, integriert sich Synera in über 80 Engineering-Tools sowie Enterprise-Systeme. Dadurch wird Automatisierung ermöglicht, während Daten und geistiges Eigentum im Engineering durch eine On-Premises-Bereitstellung geschützt bleiben.

Das Ergebnis ist ein Vorsprung im Engineering: schnellere Entwicklungszyklen, geringerer Materialeinsatz, innovativere Produktdesigns sowie Kosteneffizienzen, die sich direkt auf Wettbewerbsfähigkeit und Produktionsökonomie auswirken.

Wachstum und internationale Expansion

Synera hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz verdoppelt. Das Unternehmen skaliert derzeit schnell, um den Kategorienstandard für agentische KI in Branchen wie Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte, Automobilindustrie sowie im industriellen Engineering zu setzen.

Derzeit betreut Synera über 60 Unternehmenskunden in 15 Ländern, darunter Organisationen wie BMW, Airbus, NASA, Volvo Trucks, Hyundai Motor Europe Technical Center (HMETC), Brose, Miele, L’Oréal, STIHL und ARRK Engineering.

Mit der neuen Finanzierung treibt Synera seine internationale Expansion in den USA, in Asien und in Europa voran und plant, zusätzlich zu den wachsenden Teams in Deutschland und in den USA ein eigenes Team in Frankreich aufzubauen.

„Engineering ist das Rückgrat jedes Industrieunternehmens, gehört jedoch nach wie vor zu den am wenigsten digitalisierten und automatisierten Funktionen und war bis vor Kurzem für KI weitgehend unzugänglich“, sagt Dr. Moritz Maier, CEO von Synera. „Diese Finanzierung ermöglicht es uns, eine neue Art des Engineerings zu realisieren, bei der KI-Agenten als echte digitale Engineers agieren und komplexe Workflows entlang der gesamten Wertschöpfungskette autonom ausführen.“

„Syneras agentische Plattform zeigt, wie KI die Produktentwicklung grundlegend verändern kann. Durch unsere Zusammenarbeit entwickeln wir Lösungen, die die Arbeitsbelastung unserer Ingenieurinnen und Ingenieure spürbar reduzieren und gleichzeitig neues Innovationspotenzial erschließen“, erklärt Dr. Julien Hohenstein, Vice President AI bei BMW.

Jérémie Falzone, Partner bei Revaia, ergänzt: „Synera liefert messbare Verbesserungen bei Entwicklungsgeschwindigkeit, Kosten und Ressourceneffizienz. Als erstes Investment von Revaia in Deutschland spiegelt diese Beteiligung unsere Überzeugung wider, dass die nächste Generation globaler KI-Unternehmen an der Schnittstelle von industriellem Fachwissen und KI entsteht."

„Seit der Gründung arbeiten wir mit Synera durch unser Value-Creation-Team zusammen. Wir konnten erleben, wie Synera als zuverlässiger Partner die Transformation des Engineerings gestaltet“, so Benjamin Erhart, General Partner bei UVC Partners.

 

Über Revaia

Revaia ist ein europäischer Technologieinvestor, der wachstumsstarke Unternehmen von der ersten Wachstumsfinanzierung bis zum Exit begleitet. Mit Büros in Paris, London, München und Berlin unterstützt Revaia internationale Technologieunternehmen mit Expertise in den Bereichen Go-to-Market, KI und Nachhaltigkeit. Revaia wird unter anderem vom Europäischen Investitionsfonds unterstützt.

Weitere Informationen: www.revaia.com

Quelle: Gartner Report, Research Roundup: AI and GenAI in Manufacturing, By Lillian Oyen-Ustad, October 2025.

Gartner © ist eine Marke von Gartner, Inc. und/oder deren verbundenen Unternehmen.

No items found.

Über Synera

Synera hat die KI-Agenten Plattform für das Ingenieurwesen entwickelt. Das Unternehmen ist die bevorzugte Lösung von OEMs und Tier-1-Zulieferern, darunter „globale Fortune-500-Manufacturer“ wie BMW, Airbus, und NASA sowie deren Tochterunternehmen. Mit Syneras KI-Agenten lässt sich die Produktentwicklung um das Zehnfache beschleunigen – bei reduzierter Komplexität und besserer Kostenkontrolle.

Durch die direkte Integration in CAx-Tools ermöglicht es die Plattform Kunden, KI-Agenten zu erstellen, die in diesen Anwendungen wie Engineering-Experten arbeiten. Sie ergänzen Ingenieurteams und bearbeiten Aufgaben in der Produktentwicklung autonom und ohne Verzögerungen.  

Gegründet 2018 in Bremen von Dr. Moritz Maier, Sebastian Möller-Lafore und Daniel Siegel, hat Synera seine Präsenz seitdem auf Boston, MA, ausgeweitet und ein starkes Partnerökosystem aufgebaut. Dieses umfasst mehr als 70 CAx-Tool-Integrationen mit führenden Anbietern wie Altair, Autodesk, Hexagon, PTC und Siemens. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen mit Fahrzeugtechnikspezialisten wie ARRK und EDAG sowie globalen Beratungsunternehmen wie Accenture und Capgemini zusammen.  

Mit der Vision, jedem Ingenieur die Freiheit und die Möglichkeiten zu geben, die Zukunft zu gestalten, arbeiten Syneras KI-Agenten Seite an Seite mit Ingenieuren. Dabei greifen sie auf über 100.000 Workflows zurück, um die Engineering-Kapazität exponentiell zu skalieren – ohne proportional steigende Kosten.

Stay up-to-date

Melden Sie sich für die Presseverteilerliste an, um die neuesten Pressemitteilungen und wichtigen Updates zu erhalten:

Anfragen zu PR und Veranstaltungen

Arbeiten Sie an einer Synera-Story? Kontaktieren Sie unsere PR-Abteilung. Planen Sie eine Veranstaltung? Kontaktieren Sie unser Veranstaltungsteam.