Rippenplatzierung sollte keine Handarbeit sein
Für Ingenieurinnen und Ingenieure, die Spritzgussbauteile und Leichtbaustrukturen entwickeln, ist die Rippengeometrie eine der folgenreichsten Entscheidungen im Konstruktionsprozess und gleichzeitig eine der mühsamsten in der Umsetzung.
Rippen richtig auszulegen bedeutet: die Lastpfade zu kennen, das passende Querschnittsprofil für den Fertigungsprozess zu wählen, Geometrien zu platzieren, die keine Einfallstellen, keinen Verzug und keine Entformungsprobleme verursachen und jede einzelne Versteifung manuell anzupassen, sobald sich das Design ändert. Für erfahrene Ingenieurinnen und Ingenieure ist dieser Prozess von hart erarbeiteter Intuition geprägt. Für alle anderen ist es Rätselraten: Versuch und Irrtum, das die CAD-Stunden vervielfacht und das Risiko erhöht, am Ende überdimensionierte oder unzureichend ausgelegte Bauteile zu erhalten.
In beiden Fällen ist es langsam, von den Simulationsdaten abgekoppelt und beginnt mit jeder Designänderung wieder von vorn.
In Automotive- und Aerospace-Programmen, in denen Bauteilgewicht, Werkzeugkosten und strukturelle Performance gleichzeitig unter Druck stehen, ist diese Lücke zwischen Simulationserkenntnis und fertigbarer Geometrie eine echte Bremse für die Entwicklungsgeschwindigkeit.
Simulationsbasierte Rippengenerierung – fertigungsgerecht von Anfang an
Das AutoRib Add-in, entwickelt vom Alfred-Wegener-Institut, schließt diese Lücke direkt in Synera. Ingenieurinnen und Ingenieure geben eine Hauptspannungskarte ein, wählen ein Rippenprofil aus, und AutoRib generiert ein strukturell optimiertes Versteifungsnetzwerk – platziert das Material genau dort, wo die Lastpfade tatsächlich verlaufen, und zwar in einer Form, die für den jeweiligen Fertigungsprozess geometrisch umsetzbar ist.
Das AutoRib Add-in unterstützt:
- Spannungsgeführte Rippennetzwerke auf Basis von Hauptspannungskarten
- Verschiedene Querschnittsprofile: trapezförmig, halbkreisförmig und weitere für die Spritzgussfertigung
- Bionisch inspirierte Muster und gewellte Oberflächen für den Leichtbau
- Spezialisierte Features wie Dome und Versteifungsrippen
- Vollständig parametrische Geometrie, die sich bei jeder Änderung der Eingangsparameter automatisch anpasst
"Jeder Partner, den wir in Synera integrieren, erweitert die Möglichkeiten entlang der gesamten Engineering-Wertschöpfungskette und AutoRib gehört zu den wirkungsvollsten. Die Lücke zwischen strukturell tragfähigen Designs und wirtschaftlich fertigbarer Geometrie zu schließen, war bislang stets Handarbeit. Die Synera AI Agents können jetzt eigenständig Workflows aufrufen, die genau das übernehmen: Sie überführen Analyseergebnisse direkt in optimierte Geometrien ohne die zeitraubenden Übergaben mitten im Konstruktionsprozess."
— Andrew Sartorelli, VP of Software Partnerships bei Synera
Von der Spannungskarte zur strukturellen Geometrie: Ein Praxisbeispiel aus der Automobilindustrie
Stellen Sie sich einen Strukturingenieur vor, der das Innenpaneel einer Autotür konstruiert. Das Bauteil muss seitlichen Lasten standhalten, ohne zu beulen und das, ohne unnötiges Gewicht hinzuzufügen. Eine klassische Leichtbau-Herausforderung für Spritzgussteile in der Automobilindustrie.
Ohne AutoRib
- Hauptspannungskarte aus FEA-Ergebnissen manuell interpretieren
- Rippenplatzierung erfahrungsbasiert abschätzen
- Jede Versteifung einzeln im CAD modellieren
- Querschnittsprofil manuell auswählen
- Geometrie bei jeder Änderung des Lastfalls oder der Bauteilform von Grund auf neu aufbauen
Mi AutoRib
- Hauptspannungskarte in den Stress-guided Ribs-Node einspeisen
- Querschnittsprofil und Abmessungen aus einem Dropdown auswählen
- Mit der Bauteilgeometrie verbinden – AutoRib generiert das vollständige Versteifungsnetzwerk
- Ändern sich die Eingaben, aktualisiert sich die Geometrie automatisch im gesamten Modell
Das Ergebnis: ein strukturell optimiertes, leichtes Bauteil – erzeugt in einem einzigen Workflow-Schritt und direkt rückverfolgbar zu den Simulationsdaten, auf denen es basiert.
Autonom by Design: AI Agents, die in Höchstgeschwindigkeit arbeiten
Das AutoRib Add-in ist innerhalb von Synera vollständig parametrisch. Werden Spannungseingaben, Rippenabmessungen, Querschnittstyp oder Bauteilgeometrie angepasst, wirkt sich das automatisch auf das gesamte Versteifungsnetzwerk aus.
Der eigentliche Sprung entsteht jedoch erst im Zusammenspiel mit den Synera KI Agenten. Agenten können Workflows mit AutoRib auslösen, aktualisierte Spannungsdaten verarbeiten, Rippengeometrien neu generieren und überarbeitete Modelle als Teil eines kontinuierlichen Design-Simulationskreislaufs ausgeben, ohne dass eine Ingenieurin oder ein Ingenieur in jeden Zyklus manuell eingreifen muss. Ingenieurinnen und Ingenieure können schnell verschiedene Lösungswege durchspielen, von klassischen Rippenkonzepten bis zu bionisch inspirierten Lattice-Strukturen. Den Geometrie-Anteil übernimmt der Agent, während sich die Ingenieurin oder der Ingenieur auf die übergeordneten Entscheidungen konzentriert.
Damit verschwindet eines der hartnäckigsten Übergabeprobleme bei der Konstruktion von Automotive- und Spritzgussbauteilen: die manuelle Neuinterpretation von Simulationsergebnissen, um die CAD-Geometrieentscheidungen zu treffen. Mit AutoRib in der agentenbasierten Umgebung von Synera wird dieser Prozess automatisiert und nachvollziehbar.
"AutoRib wurde entwickelt, um Ingenieurinnen und Ingenieuren eine direkte Verbindung zwischen ihren Simulationsdaten und ihrer Rippengeometrie zu geben. In der Workflow-Umgebung von Synera wird diese Verbindung selbstoptimierend: Design-Eingaben steuern die Geometrie automatisch, und die Ergebnisse sind von Tag eins an fertigungsgerecht. In Kombination mit den Fähigkeiten der Synera AI Agents lässt sich der gesamte Prozess in einem Tempo und Umfang ausführen, das bisher nicht möglich war."
—Aniket Angre, AI Software Engineer am Alfred-Wegener-Institute
Der ROI: Schnellere Iterationen, leichtere Bauteile, weniger manuelle Schritte
Der unmittelbare Mehrwert: Entwicklungsgeschwindigkeit. Strukturelle Rippendesigns, die bislang manuelle Interpretation der Spannungsergebnisse, händisches Modellieren und wiederholte Nachbesserungen erforderten, lassen sich jetzt in einem Bruchteil der Zeit generieren und aktualisieren. Damit können Ingenieurinnen und Ingenieure im selben Zeitrahmen deutlich mehr Designalternativen durchspielen.
Doch es geht nicht nur um Geschwindigkeit, sondern auch um Qualität: Spannungsgeführte Rippenplatzierung entfernt das Rätselraten aus dem Versteifungsdesign. Das Ergebnis sind Bauteile, die strukturell belastbar, gewichtsoptimiert und von Anfang an fertigungsgerecht sind. Ingenieurinnen und Ingenieure gelangen schneller von den Spannungsergebnissen zur validierten Geometrie, mit weniger Iterationen zwischen CAD und Analyse. Und weil die Synera AI Agents AutoRib-Workflows eigenständig nutzen können, skaliert der Prozess über die gesamte Engineering-Organisation.
Entwickelt für Struktur- und Fertigungsingenieure in Automotive und Aerospace
Das AutoRib Add-in richtet sich an Maschinenbau-, Struktur- und Fertigungsingenieure, die an Spritzgussbauteilen und Leichtbaustrukturen in der Automobilindustrie und in der Konsumgüterindustrie arbeiten. Wenn Ihr Prozess heute darin besteht, Simulationsdaten immer wieder in Rippendesigns zu übersetzen, beseitigt AutoRib den manuellen Aufwand, der diesen Prozess ausbremst.
Besuchen Sie den Synera Marketplace, um das AutoRib Add-in zu installieren, oder wenden Sie sich an Ihre IT-Abteilung.



